Programm des Seminars
Dysfunktionen des stomatognathen Systems – insbesondere craniomandibuläre Dysfunktionen (CMD) – nehmen in der physiotherapeutischen und osteopathischen Praxis einen immer größeren Stellenwert ein. Beschwerden im Kiefergelenk stehen häufig in enger Wechselwirkung mit Halswirbelsäule, Schultergürtel, Kau- und Gesichtsmuskulatur sowie psychosomatischen Faktoren wie Stress und Bruxismus.
Das Seminar zeigt, wie das Kiefergelenk als Teil eines komplexen kraniomandibulären und myofaszialen Systems verstanden und behandelt werden kann. Die Teilnehmenden lernen, anatomische und funktionelle Zusammenhänge gezielt in Befund und Therapie zu integrieren und so typische Beschwerdebilder wie Schmerzen im Kiefergelenk, Kopfschmerzen, Nackenbeschwerden oder Bruxismus sicherer einzuordnen und zu behandeln. Für Physiotherapeuten und osteopathisch tätige Behandler:innen bedeutet dies eine wertvolle Erweiterung ihres diagnostischen und therapeutischen Repertoires.
Ziele
- Kursteilnehmer in die ganzheitliche Betrachtung des stomatognathen Systems und des kraniomandibulären Apparates einführen.
- Kompetenzen im Bereich der spezifischen Diagnostik von CMD-Dysfunktionen und Differenzialdiagnosen erweitern.
- Praktische Untersuchungs- und Behandlungstechniken für Kiefergelenk, Muskulatur und fasziale Strukturen vermitteln, die unmittelbar im Praxisalltag angewendet werden können.
- Zusammenhänge zwischen somatischen, myofaszialen und psychosomatischen Aspekten (z. B. Bruxismus, Stress) aufzeigen und in ein ganzheitliches Therapiekonzept integrieren.
Kursinhalte
- Anatomie und Funktion des stomatognathen Systems
- Diagnostik und Differenzialdiagnostik
- Manuelle Funktionsuntersuchung des Kiefergelenks
- Kiefergelenk in myofaszialen Ketten
- Therapie des Art. temporo-mandibularis und der Umgebung
- CMD als psychosomatische Störung
- Aktive Übungsbehandlung
Ort
Davenstedter Straße 80
30453 Hannover
Aufnahmekapazität
Zwischen 0 bis 28 Lernende